Leserbrief zum Artikel in der Augsburger Allgemeinen: "CSU will Landwirtschaft stärken" vom 3.1.2020

Da reib ich mir doch die Augen. Erst die Bauern dem Weltmarkt ausliefern und jedes noch so nachteilige Freihandelsabkommen (CETA, TTIP, MERCOSUR u.a.) gegen jede Vernunft und zum Schaden der heimischen Landwirtschaft durchpeitschen und jetzt die Landwirtschaft stärken?

Netter Versuch. Aus dem Wachsen oder Weichen ist inzwischen ein Wachsen und Weichen geworden und der Druck wird immer größer. Dabei wäre es so einfach. Die Kosten müssen die ökologische Wahrheit widerspiegeln. Produkte aus aller Herren Länder dürfen nicht mehr billigst auf den Markt, sondern müssen den CO2-Ausstoß und den Umweltschaden eingepreist bekommen. Regionale Kreisläufe stärken, machen widerstandsfähig und die Wertschöpfung bleibt hier. Die Förderung der Landwirtschaft muss weg von der Fläche hin zu ökologischen Leistungen. Die Tierhaltung muss wieder an die Fläche gekoppelt werden u.v.a.m. Da lob ich mir einen Jungbauern, der anlässlich einer Podiumsdiskussion meinte: "Ich mach alles, wenn ich Geld dafür bekommen." Also, öffentliches Geld für öffentliche Leistungen und alle gewinnen. Nein, alle nicht. Die industrielle Landwirtschaft und der deutsche Bauernverbandspräsident mit seinen vielen unseligen Verflechtungen möglicherweise nicht.

Gabriela Schimmer-Göresz, Weiler/Osterberg


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