Leserbrief zum Artikel "Großprojekt auf Löwen-Areal wird teurer", MZ Seite 32, 06.08.2019

Neuer Bürgersaal in Legau auf Abrissareal ufert aus. Es sind ja nur 2,3 Millionen zusätzlich! Statt der vorgesehenen 5,8 Mio. Euro nun Gesamtsumme bei 8,1 Mio. Euro.

Prägend ist der letzte Satz des Artikels: "Der Marktrat befürwortete letztlich...einstimmig."! Wie realitätsfern müssen die Mitglieder dieses Gremiums aufgestellt sein, um hier keinerlei Einspruch zu erheben! Also offenbar lauter Abnicker zu vorgegebenen Meinungen. Demokratisch gewählte Bürgervertreter müssten eigentlich im Sinne und zum Wohle des Bürgers handeln. Hier ist wohl eher die Berücksichtigung von Einzelinteressen vorrangig. Ein Projekt in dieser finanziellen Größenordnung braucht ganzjährige Nutzung, nicht nur saisonale Events (Faschingszeit Löwen 77 und Weihnachtszeit Kolpingtheater). Welche unterjährigen Veranstaltungen finden denn schon statt? Vielleicht noch ein Jahreskonzert der Musikkapelle, andere Aktivitäten sind sowieso in den einzelnen Vereinsheimen verortet. Der vorgesehene Gastronomiebetrieb muss auf jeden Fall entsprechenden gewinnträchtigen Zulauf erfahren. Bisher war das jedoch in keiner Gaststätte im Ort gegeben, wie die zahlreichen Betriebsaufgaben der vergangenen Jahre gezeigt haben. Mit dem Geld des Bürgers kann man ja sinnlos prassen, wird einfach mal wieder die Grundsteuer oder die Gewerbesteuer erhöht, dann kommen die notwendigen Ressourcen schon zusammen. Hauptsache einstimmig beschlossen!

Lucia Fischer, Legau


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