Leserbrief zum Artikel „Bauern sorgen für Bayerns Zukunft“ v. 8.2.2020 im Memminger Kurier

Der Artikel lässt den Schluss zu, dass Frau Kaniber (CSU) wenig Ahnung von Ökologie hat. Ökologie ist nämlich keine Ideologie, sondern die Lehre von den Gesamtzusammenhängen aller das Leben bestimmenden Systeme. In der Ökologie hängt alles mit allem zusammen, wie uns gerade das Artensterben drastisch vor Augen führt.

Nicht die Ökologie muss auf die Ökonomie Rücksicht nehmen. Es ist umgekehrt. Der Mensch, die Umwelt haben Vorrang vor Profit und jede (land)wirtschaftliche Tätigkeit hat dem Gemeinwohl zu dienen, wie es schon die Bayerische Verfassung vorgibt. Die Landwirtschaft ist nicht nur in Bayern systemrelevant und gehört daher für ihre gemeinwohlorientierten Leistungen mit öffentlichem Geld unterstützt. Landwirte erhalten Subventionen, nur derzeit überwiegend falsch eingesetzt. Die Agrarpolitik und insbesondere die EU-Agrarsubventionspolitik ist verantwortlich dafür, dass Landwirte am Pranger stehen, weil sie zur Masse statt zur Qualität quasi gezwungen sind. Landwirte gelten als Durchlauferhitzer für eine Industrie, die an der Landwirtschaft verdient. Es braucht einen Systemwechsel. Weil der Landwirt von seiner Arbeit leben können muss, braucht es diesen Existenzsicherungsvertrag auf Gegenseitigkeit. www.agrarwende-jetzt.de


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