Gemeinsam Lösungen finden – Hofbesichtigung bei der Familie Häfele in Westernach mit ÖDP-Politikern aus der Region

Direktvermarktung vom Hof, sensible Tierpflege, nachhaltige Landwirtschaft und viel Idealismus, das sind die Schwerpunkte, welche auf dem Bauernhof der Familie Häfele (mehr dazu unter www.haefeles.de) die tägliche Arbeit höchst positiv beeinflussen. Um sich einen Einblick zu verschaffen wie dies funktioniert, war der ÖDP-Kreisverband Memmingen-Unterallgäu dort zu einer Hofbesichtigung mit Verkostung der Produkte eingeladen.

Stefan und Albert Häfele erläuterten den interessierten Besuchern, darunter Stadtrat MN Peter Miller, Kreisrätin Rosina Rottmann-Börner, stv. Kreisvorsitzender Robert Keller, Stadträtin MM Heike Essmann und Bezirksvorsitzende Lucia Fischer, welche Beweggründe zur derzeitigen Ausgestaltung ihrer Bewirtschaftungsform geführt haben. Originalton Stefan Häfele: "Mir ist wichtig, dass Ihr auch mal seht, wie es den Bauern bei den Verordnungen und Auflagen geht!". Im Familienbetrieb der Häfeles werden schmackhafte Produkte für den Verkauf in Lebensmittelgeschäften und sogar zur Hausbelieferung gefertigt. Das Sortiment erstreckt sich von Milch, Joghurt, Käse und Wurst bis Honig und Eier. Stadtrat Peter Miller dazu: "Es nützt nichts mit verhärteten Fronten einander gegenüber zu stehen. Nur die gemeinsam gefundenen Lösungen sind hier von Bedeutung.".

Bei der Führung durch die Milchküche und den Stall wurden zahlreiche politischen Auswirkungen des Artenschutz-Volksbegehrens, des Mercosur-Abkommens und der Gülleverordnung auf die tägliche Arbeitssituation der Landwirte erklärt. Dazu wieder die Aussage von Stefan Häfele: "Gerade das Mercosur-Abkommen dient nur der Zerstörung der Umwelt und der Förderung der Automobilindustrie.". Zahlreiche Fragen der Besucher wurden von ihm mit stichhaltigen Argumenten beantwortet. Einig waren sich die ÖDPler und die beiden Landwirte, dass durch massive Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre die Ursachen der Probleme geschaffen wurden. Die verfehlte Ausgleichszahlungs-/Subventionspolitik der EU, die Hinführung zum "immer mehr" sowie die Verbraucherhaltung bilden wesentliche Hinderungsgründe um zufriedenstellende zukunftsträchtige Weiterführungen der Betriebe zu gewährleisten. Bereits lange Zeit vor dem Inkrafttreten des Artenschutz-Gesetzes waren zahlreiche Betriebe zum Aufhören gezwungen. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele zeigten die Beiden auf, dass die von ihnen gewählte Bewirtschaftung durchaus Zukunft haben kann. Allerdings ist hier jeder Einzelne gefordert, sein Einkaufsverhalten und seine Prioritäten zu überdenken. Das Angebot ist vorhanden, es muss auch entsprechend genutzt werden. Zumal die nächste Generation bei den Häfeles schon in den Startlöchern steht um das begonnene Werk weiter zu führen.

Am Ende der Hofbesichtigung lud die Familie Häfele zu einem Imbiss mit selbst produziertem Grillfleisch und mitgebrachten Salaten auf die Veranda ein. Bezirksvorsitzende und stv. Kreisvorsitzende Lucia Fischer bedankte sich anschließend bei "den Häfeles" für die erhaltene Gastfreundschaft und die umfangreichen Informationen. Nur durch den gegenseitigen Austausch kann die Basis für bürgernahe Politik mit ökologischer Zukunft geschaffen werden! Dieses Ziel verfolgt die ÖDP seit ihrer Gründung!

Fotos: Lucia Fischer
Erklärende Einleitung durch Stefan Häfele (Mitte)
Hier entstehen die Köstlichkeiten!
Mhmmm, Gaumenfreuden!
Wow, so viele Besucher!
Der Nachwuchs spitzt neugierig ums Eck!
Wir lassen uns nicht stören!
Die neue Gülleverordnung braucht bodennahe Ausbringung!
Schwein gehabt!

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