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Die Delegierten des ödp-Bezirks Schwaben unterstützen den berechtigten Kampf der bäuerlichen Familienbetriebe um faire Preise:

Es geht nicht nur um Geld – es geht um das Überleben der Landwirtschaft gerade in den schwäbischen Grünlandgebieten.

Die Delegierten des Bezirksparteitags der Ökologisch-Demokratischen Partei /Bündnis für Familie (ödp) unterstützen den berechtigten Kampf der bäuerlichen Milchviehbetriebe um faire Preise. Der Lieferstreik ist eine harte Maßnahme, die aber aufgrund der bedrohlichen Lage verständlich ist. Die ödp unterstützt ausdrücklich die Forderung nach einem Erzeugerpreis von mindestens 43 Cent für den Liter Milch und appelliert an die Molkereien, an Handelsketten und Verbraucherschaft, für den Erhalt einer mittelständisch-bäuerlichen Landwirtschaftsstruktur den Beitrag fairer Preise zu erbringen.

 

Jetzt in den Tagen des Lieferstreiks kommt es darauf, an dass die Verbraucher tüchtig einkaufen und nach Möglichkeit in den Supermärkten für leere Milchprodukte-Regale sorgen. Auf diese Weise kann die Aussitzstrategie der Milchindustrie gestört werden.

 

Ausdrücklich erkennt die ödp an, dass gerade die allgäu-schwäbischen Milchviehhalter in den letzten Jahren an der Spitze der Aufklärung über die Gefahren der Agro-Gentechnik standen und bei der Ausweisung freiwilliger gentechnikfreier Zonen große Verdienste erworben haben. Sie haben sich freiwillig dem Anbau genmanipulierter Futterpflanzen verweigert. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass sich mittlerweile nicht nur die ökologisch wirtschaftenden Bauern sondern auch die konventionell wirtschaftenden Betriebe um eine Produktion sorgen, die auch fair gegenüber der Natur ist. Ein fairer Milchpreis ist Grundvoraussetzung für einen artgerechten, würdigen Umgang mit den Kühen und Kälbern. Faire Preise und faires Verhalten gehören zusammen.

 

Bedrückend ist die Tatsache, dass die EU-Kommission und Teile der deutschen Politik nur die Gesetze des Weltmarktes kennen und auch die Landwirtschaft unter diesen Druck stellen wollen. Dabei wird übersehen, dass die Landwirtschaft die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln aus der Region garantiert, einen wichtigen Teil der regionalen Sozialstruktur darstellt und – insbesondere in ihrer ökologischen Wirtschaftsweise – erheblichen Anteil am Erhalt der Kulturlandschaft hat. Marktradikale Politik steht im Widerspruch zu den besten Traditionen der Bundesrepublik: Der Markt muss durch eine gemeinwohlorientierte Ordnung ergänzt werden, damit es fair zugeht. Die bäuerlichen Familienbetriebe kämpfen so gesehen auch gegen den Marktradikalismus und für die soziale Marktwirtschaft. Deshalb unterstützt die schwäbische ödp/Bündnis für Familie diesen bäuerlichen Einsatz für Fairness.

 

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