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Ab Donnerstag, 29.07.2021, brauchen wir eine zweite Erde – Umdenken ist angesagt!

Lt. Aussage von Global Footprint Network fällt der sog. „Erderschöpfungstag“ (Earth Overshoot Day) auf den gleichen Tag wie 2019. Durch Corona bedingt konnten 2020 die Ressourcen, die unsere Erde der Bevölkerung bietet, innerhalb Jahresfrist länger genutzt werden. Das „Hochfahren“ von Kapazitäten in Industrie und Verkehr hat dies jedoch wieder schwer beeinträchtigt. Der Erderschöpfungstag findet in diesem Jahr drei Tage früher statt als 2018 und sogar knapp zwei Monate früher als noch im Jahr 2000. Wir sind also ab 29.07. auf einer „zweiten Erde“ unterwegs, die nicht vorhanden ist.

Fotoquelle: Pixabay

Zusätzliche Erschwernisse durch die Klimakatastrophen auf der ganzen Welt tun ihr Übriges dazu, dass vorhandene Energie- und Nahrungsmittelvorkommen zerstört werden und damit nicht mehr nutzbar sind. „Die Menschen kamen eine kurze Zeit zum Innehalten und Nachdenken.“, so der Bundestagsdirektkandidat der ÖDP, Alexander Abt. Aber schon jetzt, durch die wiedergewonnene Weitläufigkeit wird mit vehementer Sorglosigkeit wieder alles genutzt, was unser Globus bietet. Bestrebungen, Energiegewinnung zu verlagern, vorhandene Alternativen sinnvoll umzusetzen oder durchdachte Konzepte anzuwenden, sind leider wieder in den Hintergrund gedrängt worden. Verpackungen, Nahrungsmittel, Genussartikel werden an Ort und Stelle ohne Nachdenken zurückgelassen und entsorgt. Die Produktion von medizinischer Alltagsausstattung zur Begrenzung der Pandemieauswirkungen tut ihr Übriges dazu. Kunststoffe für Masken, Testsets, Impfkanülen und mehr landen nach Gebrauch in der Müllverbrennung, erzeugen daher sowohl bei der Herstellung, als auch bei der Entsorgung ein Unmaß an Schadstoffen. Die Entwicklung durchdachter Verkehrskonzepte für umweltschonende Logistik und nachhaltige Transportwege ist durch priorisierte anderweitige Maßnahmen wieder fast zum Erliegen gekommen.

Allerdings liegt die Verantwortung nicht nur bei den übergeordneten Instanzen. „Solange nicht jeder Einzelne sorgfältig überlegt, ob und wie er die ihm zur Verfügung stehende Ausstattung an Fahrzeugen, Geräten oder Nahrungsmitteln nachhaltig nutzt, wird leider keine Änderung des Zustands eintreten!“, so die ÖDP-Kreisvorsitzende Memmingen-Unterallgäu, Lucia Fischer. „Schon das Bestreben, kurze Wege statt mit dem Auto, mit dem Fahrrad zurückzulegen, oder nicht notwendige Fahrten einzusparen, bzw. mehrere Verrichtungen zusammenzufassen, wäre ein erster Schritt dazu! Genauso muss Verantwortung beim Umgang mit Nahrungs- oder Genussmitteln gezeigt werden. Einkaufen und wegwerfen, wie es teilweise schon bei Kindern und Jugendlichen Usus ist, kann nicht akzeptiert werden.“. Wir alle müssen mit und auf dieser einen Erde leben, eine zweite oder dritte gibt es nicht!

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