Warum Stadträte nicht schwimmen wollen?

Haben Sie noch die Wahlprospekte der letzten Stadtratswahl? Alle Bewerber sprachen sich für die schnelle Realisierung eines neuen Bades aus. Vielleicht haben Sie ja auch noch die Prospekte der letzten OB-Wahl. Wieder wollten alle Bewerber möglichst schnell ein neues Bad. Und die Realität? Die Umsetzung kommt nur im Schnecken-Tempo voran. Jahr für Jahr wurden die Haushaltsmittel nicht genehmigt. Nicht einmal die Planung kam voran. Wir tragen diese Verschleppungspolitik nach mehrmaligem massivem Protest nicht mehr mit und haben als einzige den Haushalt deswegen bereits zweimal abgelehnt.
Die am 27.11.06 verabschiedete Planung sieht ein winziges Nichtschwimmerbecken im Außenbereich vor. Das Freizeitbecken von 850 qm und das Planschbecken von 200 qm sollten durch ein Becken mit 200 qm ersetzt werden. Die ödp lehnte diese Planung gemeinsam mit den Grünen ab und forderte mindestens 500 qm Fläche für ein Kinder und Planschbecken. Leider stimmten die anderen Parteien dieser Forderung nicht zu. Stattdessen forderten sie eine Prüfung auf Erweiterbarkeit. In der Sitzung vom 21.5.2007 konnte nochmals auf entschiedene Einwände der ödp hin zumindest erreicht werden, dass für die Ausschreibung die Wasserfläche auf 300 qm erhöht wurde, was uns allerdings immer noch zu wenig ist. Allerdings wurde in dieser Sitzung auch beschlossen, dass mit Rücksicht auf die Memminger Architekten die Ausschreibung ein halbes Jahr verschoben werden sollte, da diese schon mit der Planung des Schrannenplatzes und der Realschulen beschäftigt waren.