28.06.2017

ÖDP Bayern verleiht Ehrenpreis für Ausdauer und Konsequenz im Kampf für 100% Erneuerbare Energien

Goldener Reißnagel an Thomas Prudlo für Kampf gegen Münchner Kohlekraftwerk

Thomas Prudlo, Preisträger des "Goldenen Reißnagels"

"Nicht nur unsere Landesregierung hat den Reißnagel ÖDP mehr als nötig, auch die Stadt München braucht dringend den Stich in den Allerwertesten!", bringt es der Landesvorsitzende der ÖDP Bayern, Klaus Mrasek, in seiner Laudatio für den Vorsitzenden der Münchner ÖDP auf den Punkt. "Thomas Prudlo steht mit den Münchner Stadträten und den vielen Aktiven für das Bürgerbegehren gegen das höchst klimaschädigende Kohlekraftwerk München-Nord für das Reißnagel-Prinzip: Wenn sich nichts tut, schrecken wir mit einem empfindlichen Stich die Verantwortlichen auf!"

Tausende von Stunden wendeten die Aktiven der ÖDP München auf, um weit über 35.000 Unterschriften für das Bürgerbegehren "Raus aus der Steinkohle!" zu sammeln. "Diese schikanöse Hürde hat Thomas Prudlo und seine wackeren Mitstreiter nicht abgehalten! In wenigen Wochen werden die erforderlichen Unterschriften eingereicht", verweist Klaus Mrasek mit Stolz auf die Herkulesarbeit, die geleistet wurde. "Der Preis geht stellvertretend an den Stadtverbandsvorsitzenden Thomas Prudlo als Auszeichnung für alle Aktiven beim Bürgerbegehren. Deren Engagement ist beispielgebend für Klimaschutz und gesündere Luft in München und den umliegenden Gemeinden."

Die Ökologisch-Demokratische Partei kämpft seit 34 Jahren für Demokratie, Klimaschutz und gesunde Lebensbedingungen vor allem auch für unsere Kinder. Die Stadtwerke München (SWM) erscheinen nach außen umweltfreundlich, haben sich aber ihre Klimabilanz durch Finanzbeteiligungen an Erneuerbaren Energieprojekten nur schöngerechnet. Tatsächlich werden die Hausaufgaben vor Ort seit Jahrzehnten nicht erledigt. So wurde der Ausbau der Geothermie über zwei Jahrzehnte verschleppt, die Umstellung des Fernwärmenetzes von Dampf auf Heißwasser sogar ganz eingestellt, die Energiesparabteilung der SWM aufgelöst und das Kohlekraftwerk München-Nord wird ganzjährig auf Höchstlast betrieben. 1,5 Tonnen Steinkohle werden pro Minute durch den Kamin gejagt. Dadurch entstehen 17% der CO2-Emissionen Münchens. Das ist mehr als der gesamte Pkw- und Lkw-Verkehr in der Landeshauptstadt.

"Da helfen auch teure Marketingaktionen der SWM nichts. Mit echtem Klimaschutz hat das nichts zu tun. Leider gibt sich die Stadtratsmehrheit noch immer uneinsichtig und deshalb wird es im Herbst zum Bürgerentscheid kommen", so Thomas Prudlo in seinen Dankesworten.

Kategorie: Energie / Klima