Leserbrief zum Leitartikel „Es gibt noch die Chance auf ein abgespecktes TTIP“ in AZ vom 26.4.2018

Und ewig grüßt das Chlorhuhn. Die „Deal-Maker“ agieren ein weiteres Mal nicht nur am Protest einer breiten Bürgerschaft vorbei, sondern versuchen erneut, die Menschen für dumm zu verkaufen.

Für die Abschaffung von Zöllen oder für einheitliche Industriestandards braucht es weder ein TTIP noch ein TTIP light. Was es hingegen dringend braucht, sind faire Welthandelsbedingungen mit verbindlichen Regeln für alle. Existenzsichernde Löhne für alle Arbeitskräfte sind gesetzlich zu garantieren. Die Arbeitsvorschriften der UN-Arbeitsorganisation sind zu beachten. Und vor allem: die Gesetze zum Schutz der Lebensgrundlagen (Wasser, Boden, Klima und Artenvielfalt!) sind weiter zu verbessern und zwar verbindlich und nicht in freiwilliger Selbstverpflichtung. Wann bittschön begreift es diese gierige Freihandelsklientel einschließlich ihrer Erfüllungsgehilfen in der Regierung, dass auch "abgespeckte" Freihandelsabkommen ruinös sind für unser Klima, unsere Ressourcen, uns Verbraucher und für unsere Bauern.

Gabriela Schimmer-Göresz, Weiler/Osterberg


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