09.05.2017

Leserbrief zum Artikel „Wirtschaftswachstum frisst die Erde auf“ in der Augsburger Allgemeinen vom 9.5.2017

Ein Standardwerk der 70-er Jahre hieß „Ein Planet wird geplündert“.

 Viel gelesen, aber politisch unbeachtet mit der Folge, dass der Bericht des Club of Rome vom 20.6.2013 in logischer Konsequenz titelt: „Der geplünderte Planet“. Wenn wir was machen, dann richtig! Seit mehr als 40 Jahren setzen wir die Plünderung ungebremst fort, treiben sie gar mit den Freihandelsabkommen noch an und echauffieren uns jetzt über diese Schlagzeile? Lösungsvorschläge, wie wir ein gutes Leben für alle organisieren können, ohne den Planeten zu ruinieren gibt es schon lange. Mensch vor Profit und ausschließlich dem Gemeinwohl verpflichtet steht auf der Tür zum Notausgang. Politik im 21. Jahrhundert muss die Armuts- und die Umweltfrage gemeinsam denken und den Blick auf kommende Generationen ebenso richten, wie auf andere Länder. Wir brauchen eine Ökologie des Alltagslebens, eine Wirtschaft, die in Kreisläufen denkt und eine neue gerechte Sozialpolitik. Welt im Gleichgewicht oder Brasilianisierung, wie hätten wir es gerne? Teilen oder töten?

 

Gabriela Schimmer-Göresz