Leserbrief zum Artikel „Industrie fordert freie Flächennutzung“ in Nr. 110 vom 15.5.2018

Die Industrie fordert …. und die Politik soll springen? Am 2. Mai konnten wir den sog. Erderschöpfungstag 2018 „feiern“.

Ab diesem Tag leben wir in Deutschland auf Pump, d.h. von der Substanz dieser Erde und auf Kosten unserer Enkel. Die nachwachsenden Ressourcen sind mit diesem Tag aufgebraucht. Fläche gehört nicht zu den nachwachsenden Ressourcen. Daher muss mit ihr verantwortlich und schonend umgegangen werden. Der Versuch, das Problem mit freiwilligen Lösungen zu beheben (Bündnis Flächensparen 2003) ist gescheitert. Es braucht zwingend eine gesetzliche Regelung. Bereits 2002 hat die Bundesregierung die Zielmarke ausgegeben, bis 2020 den Verbrauch auf 30 Hektar/Tag zu reduzieren. Bayern wäre mit 4,7 Hektar/Tag beteiligt. Das Volksbegehren gegen den Flächenfraß ist also nichts anderes, als das verbindliche Umsetzen dieses notwendigen Ziels. Die Bayerische Verfassung verlangt den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, nicht der Industrie. Freie Flächennutzung war gestern und auch bei einem Erfolg des Volksbegehrens bleibt die Planungshoheit bei den Kommunen. Alles was nötig ist, ist denken, bevor der Bagger kommt.


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