Leserbrief zum Artikel „Erst Streicheleinheiten, dann die Wunschliste.“ (MZ vom 08.2.2018)

„Das Leben ist für einen fühlenden Menschen eine Tragödie und für einen denkenden Menschen eine Komödie.“ Der Artikel lehrt: das Leben ist auch für einen Denkenden eine Tragödie.

Söder will die Zuwanderung begrenzen, aber anderen Menschen (gemeint sind Flüchtlinge) gerne helfen. Prima, ich hätte da eine Idee: Hören wir auf, bayerische Waffen in Krisengebiete zu liefern. Fangen wir endlich an, eine glaubwürdige Klimaschutzpolitik auf den Weg zu bringen. Lehnen wir ausgrenzende Freihandelsabkommen ab und setzen wir uns für faire Handelsabkommen ein. Durch Zölle und Handelsbarrieren verlieren beispielsweise afrikanisches Länder jährlich fast die doppelte Summe, als sie durch Entwicklungshilfe bekommen. Bauen wir das ausbeuterische Wirtschaftssystem zu einer Gemeinwohlökonomie um und nehmen wir den Raubtierkapitalismus an die Kandare, um nur wenige Beispiele zu nennen. Ein Landespflegegeld honoriert die Fürsorgearbeit in den Familien ebenso wenig, wie das Betreuungsgeld. Speisen wir die Säulen der Gesellschaft nicht weiter mit Almosen ab und holen wir vor allem Alleinerziehende und Kinder aus der Armut. Dass Holetschek gerne eine „Akademie für nachhaltigen Tourismus“ im Allgäu hätte, entbehrt angesichts der Tatsache, dass der Allgäu Airport durch Beteiligung „geadelt“ werden soll, nicht eines gewissen Witzes. Nachhaltiger Tourismus und Fliegen? … Da werden sich unsere Kinder und Enkel noch in ein paar Jahren auf die Schenkel klopfen. Glaubwürdigkeit ausstrahlen, reicht mir nicht; glaubwürdig sein, davon halte ich viel. 

Gabriela Schimmer-Göresz, Weiler


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