LB zum Artikel „Bayerischer Bauernverband informiert zur Trinkwasser-Qualität“ „Grundwasser erfüllt strenge Normen“

Memminger Kurier Nr. 12 vom 24.03.2018

Woher rührt die Annahme, dass die Bürgerinnen und Bürger beim Thema Wasserqualität und Trinkwasserversorgung zu wenig oder falsch informiert seien? Und wenn dem so ist, wer trägt dafür die Verantwortung? Ich habe keine Zweifel, dass die Landwirte ihre Verantwortung als Flächennutzer sehr ernst nehmen. Dennoch müssen wir uns darüber unterhalten, wohin die Reise beim Wasserschutz, dem Erhalt der Biodiversität, beim Klimaschutz und der Bodenfruchtbarkeit gehen soll. Gegenseitige Vorwürfe bringen uns nicht weiter. Verbraucher und Landwirte sind eine Schicksalsgemeinschaft. Es geht nur miteinander. Die Tatsache, dass fast 40 Prozent der Grundwasservorkommen in Deutschland bereits durch Umweltgifte belastet sind, Tendenz steigend, sollte uns zum einen hellhörig machen und zum anderen verbünden. Auch wenn in der Region vieles im Reinen zu sein scheint, muss uns die Situation andernorts interessieren. Ich empfehle die letzte Ausgabe "Unter unserem Himmel" vom 25.03.2018 "Dem Wasser auf den Grund gehen." Den strengen Grenzwerten für Schadstoffe im Trinkwasser steht ein gesetzgeberisches Versäumnis entgegen: Es fehlen nachhaltig wirksame Obergrenzen für die Belastung der Böden. Landwirte, welche Leistungen für die Gesellschaft erbringen, müssen von dieser dafür angemessen entlohnt werden. Wir brauchen auch und besonders in der Landwirtschaft eine große Transformation, weg von der Masse hin zu Qualität und Nachhaltigkeit zum Schutz unser aller Lebensgrundlagen.

Gabriela Schimmer-Göresz


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