28.06.2017

Ein gutes Leben für alle Menschen – unsere Erde zuerst!

Im Konferenzraum der Memminger Stadthalle präsentierte der ÖDP Kreisverband Memmingen-Unterallgäu einem interessierten Publikum den Film "Die Ökonomie des Glücks". Diese lebensbejahende Dokumentation über die Rückbesinnung auf das Lokale als Schlüssel zum individuellen Glück sorgte für viel Diskussionsstoff. Der Film identifiziert die Ursachen der aktuellen Krisen von der globalen Erwärmung über das Finanzchaos bis hin zu steigender Arbeitslosigkeit und Depression und zeigt eindrucksvoll, was inzwischen auch diverse Medien thematisieren: "Wirtschaftswachstum frisst die Erde auf." Hinzu kommt ein großer Migrationsdruck mit steigenden Flüchtlingszahlen. Am Beispiel des kleinen Landes Ladakh (Indisch-Tibet) wurden eindrucksvoll die negativen Begleiterscheinungen einer unkontrollierten Globalisierung sichtbar vom Verlust der Identität, der Kultur, der biologischen Vielfalt, des Wohlstands und des Glücks. Fremdbestimmung und Depression prägen den Alltag. Der Film ist eine Dokumentation über die unselige Allianz der Regierungen mit der Wirtschaft. Der Film klagt nicht nur an, sondern zeigt in vielen positiven Beispielen, wie Bürger auf neue Regulationen von Handel und Finanzen zugunsten einer ökologischen Wirtschaft drängen und eine Ökonomie des Lokalen fordern. In der Diskussion wurde der Frage nachgegangen, ob die Rückkehr zum Regionalen eine Lösung darstellen könnte. Diese Frage wurde eindeutig bejaht. In regionalen Bezügen und in Kreisläufen zu wirtschaften sei mit Abstand das widerstandsfähigere Modell. Das Geld bleibe in der Region. Landwirtschaft, Handwerk, Mittelstand und Bürger sorgen gemeinsam dafür, dass es allen gut geht. Gekrönt werden könnte dies durch einen Gemeinwohlansatz mit einer Gemeinwohlbilanz, die weit eher über den Zustand des Wohlbefindens und eines guten Lebens Auskunft geben könne, wie beispielsweise das Bruttoinlandsprodukt. Der Filmeabend führte zu viel Nachdenklichkeit und auch zu der Einsicht, dass jeder einzelne Bürger jeden Tag die Welt ein Stück besser machen könne. Im sich anschließenden Gespräch mit den beiden anwesenden Kandidatinnen zur Bundestagswahl, Krimhild Dornach (Wahlkreis Ostallgäu) und Gabriela Schimmer-Göresz (Wahlkreis Neu-Ulm und bayerische Spitzenkandidatin) wurde eine zentrale Forderung erhoben: Politik im 21.Jahrhundert muss die Armuts- und Umweltfrage gemeinsam betrachten. Es müsse, so Schimmer-Göresz, Schluss sein mit einer Externalisierungsökonomie, welche die negativen Auswirkungen auf andere Länder und kommende Generationen verschiebe. Politik habe heute die Aufgabe, ein gutes Leben für alle Menschen zu organisieren, ohne dabei unseren Lebensraum Erde zu zerstören. Für die ÖDP gelte daher "Mensch (und Umwelt) vor Profit und ausschließlich dem Gemeinwohl verpflichtet."

Presseecho: Memmingen sind wir!, Die Lokale Memmingen.